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Katja Brandis/ Hans-Peter Ziemek: Schatten des Dschungels

Vor einiger Zeit habe ich mich mal wieder bei Blogg Dein Buch für eine Lektüre beworben, wurde auch ausgewählt und nachdem ich nun das Buch vom Beltz-Verlag erhalten und gelesen habe dürft ihr euch über die Rezension freuen.


Zählen ein paar Menschenleben,

wenn du die ganze Welt retten kannst?



Kurze Zusammenfassung:

2025. Cat ist Mitglied bei Living Earth, einer Gesellschaft zur Erhaltung der letzten Regenwälder auf der Erde. Als sie auf einer Demo in München abhauen muß, folgt ihr Falk, DER Umweltschützer überhaupt, auf dem Fuße.  Beide rennen durch Gassen und Hinterhöfe und schaffen es so die Polizei abzuschütteln.

Cat trifft sich immer öfter mit Falk - und als ein neues Projekt im Regenwald von Guyana ansteht, sind die beiden schon über ein Jahr ein Paar.  Zusammen im Regenwald, scheint Falk plötzlich ein Geheimnis zu haben - ein Geheimnis, das Cats Vertrauen zu ihm zerstört. Und so kommt es, das Cat um ihr Leben durch den Dschungel von Guyana rennen muss.


 Mein Fazit:

Schatten im Dschungel ist ein Jugendbuch. Dies einmal vorweg. Ein gutes, zum Nachdenken anregendes Jugendbuch. Ein Buch über Naturschutz, Profitgier von Konzernen, Freundschaft und Liebe, Vertrauen und Verrat.

Das Autorenduo Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek, haben das Buch klar durchstrukturiert. Es gibt eine Unterteilung in drei große Hauptkapitel, die prinzipell aussagen, um was es nun gehen wird.

Cat, ziemlich naiv, verliebt und auch jung baut im 1. Kapitel 'Die Stadt' Vertrauen zu Falk auf. Die überzeugt auch ihre Eltern von seiner Redlichkeit - und schafft es so deren okay für den Dschungel zu erhalten. Irgendwie kommt Falk als recht komischer, verschlossener Zeitgenosse rüber. Man erfährt leider nicht wirklich etwas über ihn - und Cats Eltern sind da wohl auch etwas betriebsblind, wie man so schön sagt.

Im größten Kapitel des Buches 'Der Dschungel' wird Cats Naivität durchgerüttelt und schlußendlich bleibt Realität zurück. Die Blauäugigkeit fällt ihr wie Schuppen von den Augen, als sie mit in den Terrorismus einbezogen wird. Im Zwiespalt mit sich selbst, möchte sie zwar den Regenwald retten, aber Menschenleben zu gefähren - das ist ein anderes Thema. Cat steht zwischen Vertrauen und Mißtrauen. Als letzteres siegt macht sie sich auf und rennt um ihr Leben. Weg von Falk, weg von der Sicherheit der Gruppe.
... wo wir wieder bei einer total naiven Cat angelagen. Leider hat ihr Ausflug in die Realität nicht lange gedauert...
Mal ernsthaft... Cat hat hier einen klaren Schnitt gemacht. Sie kann und möchte keine Terroristin sein und macht sich vom Acker - aber ich bezweifel ganz ernsthaft, dass eine Flucht durch den Dschungel Guyanas so einfach ist, wie Brandis/Ziemek sie beschreiben. Cat kommt fast ohne einen Kratzer und Krankheiten davon. Die entkommt schließlich Auftragskillern, und habgierigen Goldgräbern. Das ist schon alles ziemlich unwahrscheinlich. Klar ist sie die Heldin der Geschichte, aber ein paar Kratzer hätten ihr auch in diesem Jugendbuch kein Abbruch getan. Hier wird etwas an unsere Jugend, für die das Buch geschrieben ist, projeziert, dass so zu 99 % nicht stattfinden kann/wird.

Im letzten , kurzen Hauptkapitel 'Die Seuche' ist Cat wieder in Europa angelagt. Die Krankheit, die die Gruppe um Falk geschaffen und unter die Menschheit getragen hat, ist lange vor Cat in Europa angekommen. Doch immer noch wird Cat gejagt, obwohl sie doch eigentlich zu spät kommt. Als dann Falk wieder ans Tageslicht tritt - auch er ist aus dem Dschungel zurück, kommt es zum Ende.

Vertrauen oder Mißtrauen? Leben oder Sterben? Naivität oder Realtiät?
Das sind die Hauptfragen um die es in diesem Buch wirklich geht. Dies vor dem Hintergrund des Naturschutzes erarbeitet - ein prima Werk für Jugendliche.

Die Protagonisten allgemein kamen mir durchweg alle sehr naiv  vor, teilweise undurchschaubar, charakterlos. Manchen Nebenfiguren waren so schemenhaft - das Sam der Troll dageben wie eine reale Person wirkte.

Ich muß zugeben, ich bin ein Mensch gerne auch mal Cover schaut - und das Cover von Schatten des Dschungels fand ich auf den ersten Blick doch sehr geheimnisvoll, inspirierend und gleichzeitig doch auch Hoffnung vermittelnd. Es ist wirklich schön gestaltet und passt hervorragend zum Inhalt des Buches.

Alles im allem würde ich dem Buch maximal 4 Punkte auf einer Skala bis 5 geben.
Es liest sich zwar flüssig, aber die Story ist doch teilweise sehr unwahrscheinlich. Außerdem störte es mich erheblich, dass im Präsens geschrieben wurde.

Herzlichen Dank für das Rezi-Exemplar nochmals an      

     und an den Verlag


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Silly 10.03.2012, 10.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Ungeheuerliche Bücherkiste | Tags: gelesen, BdB,

Sieben

Heute mal Ralph Waldo Emerson:


Bleib ruhig, in hundert Jahren ist alles vorbei!




Also bleibe ich ruhig ...

Silly 06.03.2012, 19.10| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zur ungeheuerlicher Lebenslage | Tags: at work, Lebenslage,

Das Kreuz mit dem Kreuz

Wie ich vor einiger Zeit mal geschrieben haben, gehe ich ja nun immer in die Aqua-Wirbelsäulen-Gymnastik. Und ich muß sagen .... obwohl ich persönlich finde, dass das nicht soooo wirbelsäulig ist - ist es doch prima.
Es zwickt und zwackt sogut wie nichts mehr. Mein Doc wird mit mir und meinem Kreuz zufrieden sein.
Jetzt habe ich mich schon für den nächsten Kurs angemeldet und hoffe auf positive Rückmeldung diesbezüglich.

Total klasse finde ich immer noch nach dem Kurs die (Damen-) Sauna. Ich bin mal gespannt ob ich nicht noch irgendwann jemand finde, der mit mir mitgeht.

Silly 03.03.2012, 10.37| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Ungeheuerliches Irgendwas | Tags: Ein Kreuz mit dem Kreuz, Aqua-Gym, Sauna,

Neugierig am Donnerstag

Heute ist mal wieder Donnerstag - und ich schaffe es tatsächlich Kerstins Neugierde am Donnerstag zu stillen ;-)



heute mit dem Thema:

Stadtmensch oder Landmaus

Kerstin - mein Thema .... denn: ich bin eine Waldmaus.

Städte sind mir ein Gräuel, da gehe ich nur hin, wenn's gar nicht anders geht.  Zwischen Großstädten und mir halte ich immer einen Sicherheitsabstand. Allein der Verkehr, der Krach, der (scheinbare) Stress - das ist definitv nicht meine Welt.

Mein Traum wäre es in einem kleinen Häuschen mitten im Wald zu wohnen - wichtig dabei wäre mir nur fließend Wasser und Strom. 


So, jetzt ist zwar schon Samstag, aber ich muss das hier noch fertig schreiben...

Die Stille und Ruhe dort, das ist mein Leben.

Derzeit wohnen wir in einem Dorf mit ca. 200 Einwohnern, jeder kennt jeden - da gibt es dann schon mal geile Spontanpartys. Wenn sich plötzlich 50 Leutchen im Garten tummeln, hat das schon was Tanzen.gif Das Getratsche (soweit überhaupt vorhanden) stört mich nicht - das hält das Dortleben kurzweilig.  ... wobei ich zugeben muss, dabei selber auf den Stuhl zu steigen um den neusten wahren Klatsch zu besten zu geben ... das kann schon sssseeeehhhhrrrr lustig sein, vor allem wenn es um die gebrauchten Damenbinden in meiner Altpapiertonne geht, die definitv NICHT von mir stammen.
Positiv an unserem Dorf ist auf jeden Fall die Infrastruktur. Stündlich fährt ein Bus in die Stadt, im nächsten Dorf (1 km weiter) ist ein Laden, in dem man fast alles bekommt, drumrum gibt es Bauern, die auch Obst, Gemüse und Honig etc. verkaufen. Also verhungern würde man definitiv nicht, aber sicher ist, dass eine gute Vorratshaltung sinnvoll ist.

Aber nochmal zurück zur Waldmaus. So ein kleines, krummes Häuschen, mit kleinem schneckenfreien Garten - das hätte schon was.  Im Winter könnte man sicherlich superviele Vögel an der Futterstelle beobachten - ebenso wie Rotwild. Nachtaktive Greifvögel  mehr zu erahnen als zu sehen - das wäre schon was.

Angst hätte ich da nicht - warum auch. Außer ... ja außer ein paar Wildsäue machen meinen Garten unsicher ... dann würde ich wohl zum Äussersten gehen und sowas wie ein Waffenschein besorgen - denn: mein Garten gehört mir!







Silly 01.03.2012, 21.40| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Ungeheuer viel Blödsinn | Tags: Neugierig am Donnerstag